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Ratgeberübersicht Oktoberfest

Im Trachtenhemd zur Wiesn beim Oktoberfest in München!

Grafik Trachtenhemd Zu einem typisch, bayrischen Trachten-Outfit gehört ein Trachtenhemd..

Die Traditionsbekleidung Tracht ist auf dem Oktoberfest in München allgegenwärtig! Auf dem Trachtenumzug, der zu Beginn des Volksfestes von der Innenstadt bis zum Festplatz führt, werden Anwohnern und Touristen die verschiedenen Kleidungsstile zur Schau gestellt. Zu einem typisch bayerischen Outfit gehören unter anderem die Trachtenhemden, die immer qualitativ hochwertig und gut verarbeitet sind! Sie besitzen vorwiegend ländlichen Charakter, was die Stoffe, Muster und Farben angeht und waren ursprünglich meistens weiß oder kariert. Trotzdem gibt es inzwischen Schnitte und Ausführungen in allen möglichen Varianten. Für ein perfektes Oktoberfest-Outfit werden die Trachtenhemden mit Lederhosen (der Kniebundhose oder der kürzeren Variante, die oberhalb des Knies endet), Kniestrümpfen, Jacken, Trachtenjanckern und -westen, Haferlschuhen oder Accessoires, wie einem Hut mit Gamsbart oder Feder, kombiniert. Regionale Besonderheiten, wie Hosenträger, Hirschfänger oder ein verziertes Trachtenmesser gehören nicht zu jeder Tracht. Unter einem Gamsbart versteht man einen bayerischen Hutschmuck, der aus zusammengebundenen Gamsbockhaaren besteht. Als Arbeitsschuhe der Menschen in den Alpen haben sich die Haferlschuhe als eigenständige Schuhart entwickelt. Trachtenmode in allen möglichen Ausführungen kann man überall und jederzeit tragen. Sie kommt aber immer noch vorwiegend in den alpenländischen Landstrichen zum Einsatz.

Zünftige Karos in rot-weiß, blau-weiß oder grün-weiß

Ob die Trachtenhemden traditionell kombiniert oder mit hochgekrempelten Ärmeln getragen werden, sie sind und bleiben ein beliebter Klassiker der traditionellen Kleidung. Ein aufgekrempelter Ärmel lässt sich oft mit einer Knopflochlasche an einem angebrachten Knopf befestigen. Am beliebtesten sind nach wie vor die Karomuster, die auch als Bauern- oder Vichy-Karos bekannt sind. Als Allrounder für alle Landhausmodetrends kann das Trachtenhemd im traditionellen Design sowohl mit einem sportlichen Stil als auch mit Freizeitmode kombiniert werden. Zu den am meisten getragenen Farbkombinationen gehören die beliebten Karos in rot-weiß, blau-weiß oder grün-weiß. Das Trachtenhemd ist bei jedem Anlass ein passender Begleiter zur Hirschledernen und kann problemlos mit einer Strickweste oder einem Trachtenjanker kombiniert werden. Verschiedene Styling-Möglichkeiten im formellen oder lässigen Stil bestehen allein aufgrund der vielseitigen Kragenformen, wie zum Beispiel dem Steh-, Kent-, Windsor-, Button-Down oder Haifisch-Kragen.

Traditionelle und moderne Designs

Ein Must-Have für den stilsicheren Wiesn-Besucher sind also die klassischen Trachtenhemden aus hochwertigsten, trachtentypischen Stoffqualitäten, wie Baumwolle oder Leinen, mit Vichy-Karos. Neben den Trachtenhemden mit kleinkarierten Mustern setzen sich auch immer mehr andere Designs durch, wie die modischen Holzfäller-Karos im Amerikanischen Stil oder vermischten Karo- und Streifenmuster. Mit innovativen Designs werden immer wieder neue Trends gesetzt. Trachtenmode wird nicht nur als aktueller Wiesn-Look zum Oktoberfest getragen, sondern kommt das ganze Jahr über zum Einsatz. Für Kombinationen mit Jeanshosen, Shorts oder Chino Pants eignen sich karierte Trachtenhemden besonders gut. Wer sich ein Trachtenhemd kauft, sollte nicht nur darauf achten, dass es ihm im buchstäblichen Sinn passt, sondern dass er sich darin rundherum wohl fühlt!

Beste Qualität und Verarbeitung

Bild Junge in Tracht Es gibt Trachtenhemnden in allmöglichen Größen und Farben.

Man muss also nicht Landhausmode oder Tracht tragen - ein Trachtenhemd ist in jeder Lebenslage eine gute Wahl. Weil sie immer in höchster Qualität angefertigt und aus guten Stoffen genäht werden. Aus diesen Gründen sind sie besonders langlebig und robust. Jeder, der ein kurz- oder langärmeliges Hemd in guter Qualität und mit einem hohen Tragekomfort sucht, ist mit einem Trachtenhemd gut beraten. Die Variationen reichen von langärmeligen Trachtenhemden über jugendliche Krempelarmhemden bis zu kultigen Schlupfhemden mit Schnürung. Auf der traditionellen Seite ist man mit Trachtenhemden aus Leder und Knöpfen aus echtem Hirschhorn oder mit Schlupfhemden mit Kordel-Kragen. Trachtenknöpfe sind meistens aus Hirschhorn oder Hirschhorn-Nachbildungen hergestellt, die ein naturbelassenes Äußeres aufweisen. Mit Stickereien, Biesen und Riegeln können die Trachtenhemden zusätzlich dekorativ gestaltet sein. Manche Trachtenhemden sind mit Aufnähern, wie bayerischen Wappen oder anderen Drucken versehen, die ihren Trachtencharakter hervorheben sollen. Dabei handelt es sich aber um modische Details, die bei richtigen Trachten nicht zu finden sind. Es kommt auch vor, dass karierte Trachtenhemden zu Holzfällerhemden umgetauft und in Biergärten und auf verschiedenen bäuerlichen Festen getragen werden.

Eleganter, klassischer Stil

Das unifarbene, langärmlige Trachtenhemd in den Farben Weiß, Natur oder Beige wurde bereits vor über hundert Jahren getragen. Bei ihm orientierte man sich an der Machart traditioneller Bauernhemden und es ist inzwischen einer der Stilklassiker in den Bereichen Tracht und Landhausmode für den Herren. Traditionelle Hemden mit Stehkragen gehören ebenso dazu wie moderne, weiße Trachtenhemden mit dekorativen Stickereien. Diese sind auf der verdeckten Knopfleiste oder als Paspelierungen angebracht. Wer zu einer Hochzeit eine Lederhose tragen will, sollte ein weißes, elegantes Trachtenhemd dazu tragen. Dieses ist in zwei Schnitten erhältlich: Normal oder besonders schmal und enganliegend. Damit macht man nicht nur auf jeder Hochzeit, sondern auch auf dem Oktoberfest eine gute Figur!

Geschichte des Trachtenhemdes

Nur bei wenigen Kleidungsstücken lässt sich die Geschichte über Jahrhunderte zurückverfolgen. Zu Beginn war die Tracht die getragene Kleidung selbst oder das Tragen von Kleidung. Mit der Lederhose nebst Trachtenhemd und Haferlschuhe für den Mann (im bayerischen Idiom: Bua) und dem Dirndl für die Frau (das Madl) zählt als bayerische Tracht in erster Linie die oberbayerische Gebirgstracht. Wie die städtische Kleidung war auch die bäuerliche Tracht dem Wandel der Mode unterworfen. Die Trachtenbewegung in Bayern und die Geschichte des Landes waren eng miteinander verbunden und beeinflussten sich wechselseitig. Am bayerischen Hof, aber auch in Wien, kam es Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem regelrechten Trachten-Boom. Durch Trachtenvereine und Abwanderung setzte diese sich auch in Regionen außerhalb der Berge durch. Bei den Gebirgstrachten gibt es inzwischen sechs verschiedene Gruppen: Chiemgauer, Inntaler, Berchtesgadener, Werdenfelser, Miesbacher und Isarwinkler Tracht.

Verbundenheit und Liebe zur Heimat

Ob die Tracht nun aus den Bayerischen Alpen, der Steiermark, dem Unterinntal oder Südtirol kommt - wer diese besondere Kleidung trägt, hat auch einen Grund dafür. Hauptsächlich kommt mit dem Tragen einer Tracht die Verbindung mit einer bestimmten Region zum Ausdruck. Jeder kann dabei selbst entscheiden, ob er seinen Bezug zur Heimat oder seine Verbundenheit mit einem Urlaubsort zeigen möchte. Für jemand anderen ist es einfach nur die passende Kleidung im Alltag oder bei besonderen Anlässen, in der er sich besonders wohlfühlt. Um die Verbundenheit mit einer bestimmten Region auszudrücken, entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte der Brauch, in ein Trachtenhemd bestimmte Materialien, Ornamente, Formen und Farben einzuarbeiten.

Zünftig, modisch und bequem

Bild Lederhosen Trachtenhemden und Lederhosen bilden das perfekte Oktoberfestoutfit.

Die Zugehörigkeit und Liebe zum Heimatort wird durch das Tragen der Tracht bei Schützen- und Volksfesten, bei Kirchtagen oder Hochzeiten gezeigt. Deswegen wird das Trachtenhemd nicht nur von Erwachsenen, sondern über alle Altersgrenzen hinweg auch von Kindern oder jungen Männer getragen. Allen ist dabei gemeinsam, dass sie ihre Heimat sinnbildlich im Herzen tragen wollen. Dazu kommt als weiterer Effekt die außergewöhnlich hohe Qualität der Trachtenhemden, die mit Sorgfalt für Details und in Handarbeit angefertigt werden - und der für die robusten und trotzdem filigran gearbeiteten Kleidungsstücke spricht. Der Stoff und die Verarbeitung sind strapazierfähig und begeistern Groß und Klein. Insgesamt hat die Trachtenmode in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt. Ursachen dafür sind Entwicklungen wie die Globalisierung und die Wirtschaftskrise. Im Gegenzug dazu fand eine Rückbesinnung auf altes Kulturgut und traditionelle Werte statt.

Entwicklung einer bayerischen Identität

In Bayern entwickelte sich die Tracht also im Laufe der Zeit und ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Dabei sind die aus den Bergen stammenden Lederhosen und Dirndl bis heute gegenwärtig. Ansonsten hatten die Menschen jeder Region einen eigenen Kleidungsstil. Gefördert wurde dies bereits im 19. Jahrhundert von König Maximilian II., der das Tragen der ländlichen Tracht unterstützte. Sein Ziel war es, das Selbstbewusstsein seiner Untertanen zu stärken und damit das bayerische Nationalgefühl zu steigern. Durch das Zugeständnis an die traditionelle Tracht wollte er Unruhen in der Bevölkerung vermeiden und sie darin bestärken, sich gegenüber anderen Volksgruppen abzugrenzen. Maximilian II. ermunterte aber nicht nur seine Untertanen dazu, eine Tracht zu tragen, sondern war der erste König von Bayern, der sich selbst so kleidete.

Pflege der Tradition

Einen König hat das Bundesland zwar keinen mehr, aber die Tradition der Trachtenkleidung hat sich bis heute fortgesetzt. Statt der Könige pflegten ab Beginn des 20. Jahrhunderts die Trachtenvereine die Erhaltung und Weitergabe der Kulturgüter. So war Prinzregent Luitpold von Bayern, der Nachfolger von Ludwig II., noch einer der prominentesten, königlichen Trachtenpfleger. Er ging wie Kaiser Franz Joseph I. von Österreich meist in einer kurzen Lederhose (mit langer weißer Unterhose, wenn es kalt war!) auf die Jagd. Der "Landesverband Bayerischer Heimat- und Volkstrachtenvereine" wurde dann im Jahr 1909 gegründet. Dieser arbeitete die regionalen Unterschiede der verschiedenen Kleidungsstile heraus und hielt die jeweiligen Traditionen im Rahmen der unterschiedlichsten Anlässe am Leben.

Der Weg in die Moderne

Die Trachtenvereine blieben auch in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg aktiv. Im Hackerkeller in München wurden am 25. Oktober 1925 die Vereinigten Trachtenverbände des bayerischen Oberlandes gegründet, aus denen sich der heutige Bayerische Trachtenverband e. V. entwickelte. Nach dem Zweiten Weltkrieg, kurz nachdem die Trachtenvereine wieder zugelassen wurden, zählte man im Jahr 1948 500 Trachtenvereine mit etwa 45.000 Mitgliedern. Die beiden bayerischen Landes-Trachtenverbände schlossen sich im Jahr 2002 zusammen. In diesem neu gegründeten Bayerischen Trachtenverband sind heute 23 Verbände mit ungefähr 180.000 Trachtenliebhaber Mitglieder. Besondere Feierlichkeiten, wie Hochzeiten oder runde Geburtstage, werden von den Bayern bis heute in der traditionellen Tracht begangen - was seinen Höhepunkt beim alljährlich stattfindenden Oktoberfest findet!


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